NABU-Logo

Pinwand


Für Aktuelles...

Geschenk gesucht?

Wir haben etwas für Sie!

Ob zum Geburtstag, zur Hochzeit oder zur Konfirmation - dieses Geschenk passt zu jedem Anlass: eine NABU-Mitgliedschaft! Die Art der Mitgliedschaft ist frei wählbar: Einzel- oder Familien-Mitgliedschaft oder eine Jugend-Mitgliedschaft, alles ist möglich. Beschenken Sie Ihre Kinder, Ihre Enkel, Freunde oder sich selbst.

Dauer der Geschenkmitgliedschaft
Wenn Sie eine Mitgliedschaft verschenken, haben Sie zusätzlich die Wahl, ob sie zeitlich befristet werden soll (z.B. für ein Jahr), oder ob die Mitgliedschaft unbegrenzt bis auf Widerruf gültig sein soll.

Das gehört dazu:
Das neue beschenkte Mitglied erhält ein Willkommens-Paket vom Bundesverband. Darin sind der Mitgliedsausweis und umfangreiches Informationsmaterial über den NABU enthalten. In dem Begrüßungsbrief wird der Schenker namentlich genannt. Außerdem erfährt der Beschenkte die NABU-Gruppe in der Nähe seiner Wohnadresse, wo er sich über Veranstaltungen oder Aktivitäten informieren kann.

Und das kostet das besondere Geschenk: für Studenten oder junge Menschen in der Berufsausbildung Euro 24 im Jahr, eine Einzelmitgliedschaft kostet Euro 48 und eine Familienmitgliedschaft, also Vater und/oder Mutter und alle Kinder bis 27 Jahre Euro 55. Das sind eineuronullsechs in der Woche. Was kostet eine Tasse Kaffee?

Sie haben noch Fragen? Bitte kontaktieren Sie uns unter Tel. 0212/ 2308973 oder per Email an kontakt@nabu-solingen.de





Einzug der Spinnen

Ungeliebte Nützlinge kommen in die Häuser, NABU bittet um Verständnis

Mit den sinkenden Temperaturen schleichen sich nun wieder vermehrt andere Bewohner in die schützenden Häuser. Zu teilweise hysterischen Reaktionen führt der achtbeinige Einmarsch von Spinnen, die darauf hoffen, in einer stillen Zimmerecke mit fetter Beute den Winter zu überstehen. Der Naturschutzbund NABU will Verständnis für die ungeliebten Nützlinge schaffen und bittet, Spinnen nicht zu töten und sie im Notfall lebend vor die Tür zu setzen.

Viele Menschen empfinden Angst oder gar Ekel gegenüber Spinnen, dabei sind sie äußerst interessante und in unseren Breiten absolut ungefährliche Tiere. In Mitteleuropa können nur die Wasserspinne und der Dornfinger durch ihren Giftbiss leichte Schwellungen auf der menschlichen Haut hervorrufen. Die mit acht Beinen ausgestatteten Spinnen gehören nicht zu den (sechsbeinigen) Insekten. Spinnen haben sich seit über 400 Mio. Jahren an fast alle Lebensräume auf der Erde angepasst und dabei zum Teil faszinierende Strategien entwickelt.

Die bekannte Kreuzspinne, mit dem hellen Doppelkreuz auf dem Hinterteil, kann mit ihren acht Augen nur schlecht sehen. Dafür hört sie mit den Beinen. Diese tragen lange Haare, mit denen Luftbewegungen und Schallschwingungen registriert werden. Im Gegensatz zu den Jagd- und Lauerspinnen ist die Kreuzspinne auch nicht auf ihre vier Augenpaare angewiesen, da sie ein Netz für den Beutefang baut. Dies schafft sie dafür in nur 45 Minuten!

Am Hinterleib trägt die Kreuzspinne sechs Spinnwarzen, aus denen die Spinnflüssigkeit austritt: Der Spinnfaden, der an der Luft hart wird, kann aus bis zu 600 Einzelfäden bestehen. In den frühen Morgenstunden baut die Spinne mit etwa 20 Meter Spinnfaden ihr Radnetz, das ihr zum Beutefang und Wohnen dient. Kreuzspinnen leben übrigens sehr umweltbewusst: Alte Netze werden gefressen, das Material wird recycelt und für ein neues Netz verwendet.
In der Mitte des Netzes wartet die Spinne mit dem Kopf nach unten darauf, dass sich Insekten an den klebrigen Fäden der Fangspirale verheddern. Dann eilt sie hin und fesselt die Beute mit einem breiten Fadenband, bevor sie sie mit den Giftklauen ihrer Vorderbeine tötet. Die Kreuzspinne ist eine Hungerkünstlerin, die tagelang ohne Nahrung ausharren kann. Gewöhnlich stehen jedoch täglich drei bis vier Fliegen auf ihrem Speiseplan.

Alle Spinnenarten, von denen es allein in Deutschland rund 800 gibt, leben räuberisch. Sie haben damit eine bedeutende Funktion in der Natur als Regulator der Insektenfauna. Wie wichtig Spinnen im Naturhaushalt sind, davon bekommt man frühmorgens im Frühnebel eine wunderschöne Ahnung. Durch Tautropfen werden dann unzählige Spinnennetze dicht an dicht auf einer naturbelassenen Wiese sichtbar.

Neben den netzbauenden Spinnen gibt es auch andere Arten wie z.B. die sogenannten Springspinnen, die ihre Beute im Sprung fangen, oder Jagdspinnen, die flink ihre Opfer hetzen. Krabbenspinnen verfügen über die erstaunliche Fähigkeit, sich zu tarnen indem sie sich wie das bekannte Chamäleon der Farbe der Umgebung anpassen. In unseren Häusern fühlen sich u.a. die Hauswinkelspinne, Zitterspinne und Speispinne recht wohl und befreien uns von lästigen Insekten wie Stechmücken und Stubenfliegen. Die eigentlich aus dem Mittelmeer stammende Speispinne verschießt innerhalb von Sekundenbruchteilen einen Leimfaden in Zickzackform über ihre Opfer.

„Auch wenn wir unsere heimischen Spinnen auf den ersten Blick nicht so sympathisch finden, sollten wir lernen, Spinnen zu achten und nicht zu töten“, plädiert der NABU. Die interessante Broschüre „Spinnen – Faszination auf den zweiten Blick“ mit vielen Informationen rund um Spinnen ist beim NABU-Natur-Shop, Am Eisenwerk 24, 30519 Hannover gegen Einsendung von 5 Briefmarken zu je 55 Cent erhältlich.