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... ist die Goldammer (Emberiza citrinella). Für sein Jubiläumsjahr hat sich der NABU damit den passenden Jahresvogel ausgesucht. Die Goldammer paßt nicht nur durch ihre goldene Färbung zum Jubiläum, sondern knüpft auch an die Umterstützungsaktion des NABU für die "rheinische Lerche", den Schlagersänger Guildo Horn, an: Bereits lange vor seinem "Piep, piep, piep, Guildo hat Euch lieb" wurde schon der Gesang der Goldammer im Volksmund mit "wie, wie hab ich Dich lieb" übersetzt. Zudem lassen sich die Aktivitäten und Informationen rund um den Jubiläumsvogel gut mit der Landwirtschaftskampagne des NABU verknüpfen.
Die Goldammer ist ein typischer Brutvogel der offenen, mit Gebüschen, Hecken und Feldgehölz reich strukturierten Feldflur. Auch in Alleen, an Waldrändern, auf Schonungen und am Rand ländlicher Siedlungen ist ihr Lied von einer erhöhten Singwarte aus häufig zu hören. Bei unserem gemäßigten Klima ist sie vorwiegend Standvogel; sie kann daher auch im Winter oft bei der Nahrungssuche in den Hecken am Dorfrand beobachtet werden, wo sie unter Sperlingen und anderen Kleinvögeln durch ihr gelbes Gefieder auffällt.
Mit der Ausräumung der Landschaft durch die Flurbereinigung und dem Verlust von Hecken und anderen Strukturen hat auch die Goldammer Bestandseinbußen erlitten. Besonders dramatisch zeigte sich das in den Niederlanden mit ihrer industrialisierten Landwirtschaft und riesigen Monokulturen, wo die Goldammer inzwischen sogar in die Rote Liste aufgenommen werden muße. Auch in Belgien und anderen Teilen Mitteleuropas gibt es ähnliche Tendenzen; in Nord- und Ostdeutschland wurden Bestandsrückgänge von teilweise mehr als 20 Prozent verzeichnet, im überwiegenden Teil ihres Verbreitungsgebietes scheinen die Goldammer-Bestände aber stabil zu sein. Ihr Bestand in Deutschland wird auf etwa 1 bis 3 Millionen Paare geschätzt. Sie ist damit gegenwärtig wesentlich weniger gefährdet als ihre nahen Verwandten wie Zaunammer, Zippammer, Ortolan, Rohrammer und Grauammer, könnte aber, wenn die Tendenz zur Ausräumung der Landschaft nicht gestoppt wird, wie ihre Verwandten ebenfalls auf der Roten Liste landen.
Helfen kann man der Goldammer wie vielen anderen Tieren und Pflanzen dieses Lebensraumes durch die Erhaltung oder Wiederherstellung einer reich strukturierten Feldflur, die Neupflanzung von Hecken und Feldgehölzen, eine etwas weniger intensive Pflege von Bahndämmen, Straßenböschungen, Gräben und Ufersäumen. Besonders wichtig ist der Verzicht auf Herbizide an Feldrainen sowie die Vergrößerung von Ackerrandstreifen und Ruderalflächen. Auch die Ausweisung von Brachflächen, die Flächenstillegung und die Extensivierung von Grenzertragsböden haben auf die Goldammer und viele andere Arten wie z.B. die Grauammer und das Rebhuhn positive Auswirkungen. (NABU intern, 3.98)
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